Yoga Journey – Meine Yoga Reise

13. August 2018



Wie sich Yoga positiv auf mein Leben auswirkt

 

Als ich aufgrund meines Textilstudiums 2016 von Berlin zurück in die Heimat zog, war dies zunächst sehr komisch für mich. Ich war die Schnelllebigkeit der Hauptstadt und den Drang ständig etwas zu tun und auf Achse sein zu müssen gewohnt. Hier angekommen herrschte plötzlich völlige Ruhe. Als ob jemand die Stopp-Taste gedrückt hätte.

Daher wollte ich etwas finden, das mich innerlich runterkommen und ankommen lässt, dabei dennoch meinen Körper und Geist fördert. Ein Fitnessstudio kam für mich zu diesem Zeitpunkt nicht infragezu viele erfolglose Versuche und es hat mir nie wirklich Spaß gemacht. Auf der Suche nach etwas das mir Spaß macht und mir einen Ausgleich gibt, habe ich Yoga für mich entdeckt. 

 

Was ist Yoga überhaupt und woher kommt es?


Yoga stammt aus Indien und ist eine philosophische Lehre, die sowohl geistige als auch körperliche Übungen (Asanas) umfasst. Es bedeutet Einheit, Vereinigung und Harmonie. Die Integration des Körpers mit der Seele, um mit seinem Bewusstsein Eins zu werden. 

 

 

Yoga Arten und Stile


Es gibt eine Vielzahl an Yoga Arten mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Dadurch dass es sich stets weiterentwickelt und von Praktizierenden auf die jeweiligen Gruppen angepasst wird, gibt es neben uralten Yoga Arten beispielsweise auch welche für Kinder, Schwangere und Senioren. Der bei uns wohl bekannteste Yoga Stil ist der des Hatha Yoga. Hier wird das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist durch körperliche Übungen (Asanas), Atemübungen und Meditation angestrebt.  Diesen Stil habe ich bei meinem Yoga Kurs kennengelernt und ich finde ihn perfekt für alle Einsteiger.

 

 

meine Yoga Reise


Zurück zu meiner Yoga Reise: Ich hatte zunächst eine offene Klasse mit klassischen Asanas des Hatha Yoga gefunden und bin spontan einfach hin. Bereits nach der ersten Stunde habe ich ein Gefühl von innerer Zufriedenheit und eine Art Leichtigkeit verspürt. Nach meinem Umzug nach Stuttgart stand ich nun jedoch vor folgenden Fragen:

 


1. Wie suche ich mir ein passendes Yoga Studio aus?

2. Was für einen Kurs/welche Klasse soll ich wählen?  

3. Wo beginne ich am besten?

 


Diese Fragen möchte ich klären und euch ein paar Tipps geben, wie ihr eure persönliche Yoga Reise starten könnt.

 

 

1. Das Yoga Studio


Der schnellste und einfachste Weg: Google. Dort bin ich Studio für Studio durchgegangen und habe mir die jeweiligen Webseiten angesehen. Bei den Studios die mir von der Location her gefallen haben, bin ich dann tiefer gegangen und habe mir die Kursangebote und die Yoga Trainer angeschaut. So konnte ich ein Studio finden, das mir optisch sehr gut gefallen hat (denn man sollte sich dort unbedingt wohlfühlen), das viele unterschiedliche Kurse anbietet und bei dem mir die Philosophie und die Yoga Lehrer sympathisch waren. Jeder hat hier ein eigenes kleines Profil, auf welchem man ein wenig herauslesen kann worauf derjenige Wert legt und wie er oder sie ihre Yoga Stunden gestaltet.

 
Punkte, auf die ihr bei eurer Studiowahl achten könnt, zusammengefasst:

 

–  Location (gefällt sie mir? Würde ich mich dort wohlfühlen?)–  Philosophie des Studios (spricht sie mich an? Finde ich mich hier wieder?)–  Kursangebote und Zeiten (lassen sie sich mit meinen Arbeitszeiten vereinbaren?)–  Trainer/Trainererfahrung–  Preise–  Probestunde vereinbaren (um rein zu schnuppern)

 

 

 

2. Der richtige Kurs


Viele Studios bieten unterschiedliche offene Kurse/Klassen, sowie geschlossene Kurse für Beginner an.

 

Der offene Kurs

Offene Kurse sind drop – in Klassen, bei denen jeder einsteigen kann. Meist findet ihr hier Yogis mit leicht unterschiedlichen Leveln und könnt je nach Kurs als Beginner teilnehmen oder euch in eurer Ausrichtung weiterentwickeln.

Der geschlossene Kurs

Hier baut jede Stunde auf die vorherige auf. Vor allem für absolute Beginner kann ich einen geschlossenen Yoga Kurs nur empfehlen. Das Schöne daran: Die Gruppe bleibt zusammen und alle Teilnehmer haben ungefähr das gleiche Level. So kann man sich sehr gut austauschen und auch näher kennenlernen.

 

 

 

3. Der richtige Start – meine Kurswahl


Wenn ihr euch bezüglich der Kurswahl und eures Levels etwas unsicher seid, dann fragt am besten im Studio nach, welcher Kurs für euch am geeignetsten ist. Seid ihr YogaNeulinge, seid ab und an in ein paar offene Kurse gegangen oder habt bisher nur zuhause Yoga praktiziert, dann empfehle ich euch einen geschlossenen Beginner Kurs zu wählen.

Hier könnt ihr von 0 anfangen und von Grund auf in die Welt des Yoga eintauchen. Ihr könnt sehr schön sehen was mit euch und eurem Körper passiert und was ihr gezielt mit Yoga für euch tun könnt. Deshalb habe ich mich auch für solch einen geschlossenen Beginner Kurs entschieden. Dieser hat einmal pro Woche, über 7 Wochen hinweg, stattgefunden und war das Beste was ich für mich und meinen Körper tun konnte! Ich habe hier Grundübungen des Hatha Yoga erlernt, sowie verschiedene Atemtechniken.

 

 

Wie sieht eine klassische Stunde in solch einem Beginner Kurs aus?

 

 

 

Der Anfang

Vor Beginn jeder Stunde nehmt ihr eine entspannte Pose eure Wahl ein und seid ein paar Minuten ganz für euch. Dies wird mit Beginn der Stunde für alle fortgesetzt und es werden ruhige Asanas im Sitzen oder Liegen gewählt. Ihr schließt die Augen, wenn ihr möchtet und vertieft euren Atem. Ihr nehmt euch bewusst Zeit, um anzukommen. Verschiedene Gedanken und alles was euch aktuell beschäftigt, kreisen hier vielleicht noch in eurem Kopf umher. Doch mit der Zeit lernt ihr sie für diesen Augenblick ganz sanft beiseite zu schieben und so könnt ihr frei und entspannt in die Stunde starten.

 

Die Stunde an sich

Nach ein paar Minuten des Ankommens, beginnt die Stunde und ihr durchlauft verschiedene Asanas. Viele der Übungen bringen euch echt ins Schwitzen und ihr lernt sehr schön eure aktuellen körperlichen Grenzen kennen. Und genau darum geht es: Sich und seinen Körper kennenzulernen, zu akzeptieren und auf ihn zu hören. Es ist überhaupt nicht schlimm wenn ihr nicht so beweglich seid wie euer Mattennachbar. Ihr seid hier völlig bei euch und nur auf eurer Matte. Ihr geht soweit, wie ihr könnt und auch nur soweit, wie es sich noch gut anfühlt. Dadurch merkt ihr Stunde für Stunde, welche Fortschritte ihr macht.

 
Das Ende

Die Yoga Stunde wird mit der Endpostion – Shavasana – geschlossen. Ein wunderbares Asana, das ich persönlich sehr liebe. Hier könnt ihr euch nochmal richtig fallen lassen. In euch hinein spüren wie sich euer Körper nun nach der Yoga Stunde anfühlt, wie ihr euch fühlt und wie es euch geht. Vielleicht merkt ihr hier schon eine kleine Veränderung. Vielleicht auch nicht. Das ist überhaupt nicht schlimm, denn oftmals spürt man dies erst nach und nach. Yoga ist eine wunderbare Reise, auf die ihr euch begebt und auf der ihr euch achtsam beobachten könnt. Ein weiterer schöner Abschluss nach meinen Stunden in dem Beginner Kurs war das Zusammenkommen. Man konnte danach bei einem Glas Wasser oder Tee gemeinsam die Übungen Revue passieren lassen.

 

 

Was hat Yoga bei mir bewirkt


Das magische Wort hier ist Achtsamkeit. Ich habe gelernt mehr auf mich und meine Umgebung zu achten und sie bewusster wahrzunehmen. Alles Negative vor der Türe zu lassen und nur bei mir und meiner Matte zu sein. Völlig egal was gerade passiert. Die Zeit, die man sich hier für sich selbst nimmt ist auch nur für einen selbst. In diesem Augenblick ist es egal, wie anstrengend der Tag war, was für ein wichtiges Meeting morgen ansteht, was man noch alles erledigen muss usw. All das ist zwar da und man darf es auf keinen Fall verdrängen, doch durch Yoga habe ich gelernt entspannter damit umzugehen. Dinge die mich stressen zu registrieren, sie jedoch bewusst für ein paar Minuten vor der Türe stehen zu lassen, um mich später ruhig und völlig klar darum zu kümmern.

 

 

Fazit


Aus meiner Sicht ist Yoga geeignet für alle die:

 

–  Gestresst sind und Entspannung suchen–  Rückenprobleme durch stundenlanges Sitzen haben–  Kraft und Energie tanken möchten–  Der Hektik & den Problemen ihres Alltages entfliehen und sich etwas Gutes tun möchten–  Zu sich selbst und eine innere Ruhe finden möchten–  Beweglicher und ausgeglichener werden möchten.

 

Dies sind nur ein paar Punkte, die ich selbst erfahren durfte. Hier gibt es auf jeden Fall noch einige mehr.